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Einkommensverteilung und Armutsgefährdung innerhalb der Bundesländer

Datenquelle: MZ-Kern
Vergleichbare Indikatoren auf regionaler Ebene

Die hier präsentierten Indikatoren basieren auf der Mikrozensus-Kern-Erhebung. Sie ist die Datenquelle zur Messung der Armutsgefährdung verschiedener Gruppen innerhalb eines Bundeslandes und tieferer Regionen.

Datenquelle für tief regionalisierte Ergebnisse

Mit dem Mikrozensus-Kernprogramm (MZ-Kern) werden rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland zu ihren Arbeits- und Lebensbedingungen befragt. Aufgrund des großen Stichprobenumfangs sind Auswertungen mit tiefer regionaler und fachlicher Untergliederung möglich. 

Klassiertes Haushaltseinkommen des Vormonats

Die hier präsentierten Indikatoren werden auf der Grundlage des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens aus dem Mikrozensus-Kernprogramm (MZ-Kern) ermittelt. Dieses wird als klassierte und pauschale Selbsteinstufung des Einkommens für den Monat vor der Berichtswoche erhoben. Zur Ermittlung der Äquivalenzeinkommen auf Basis klassierter Daten müssen, anders als bei den in MZ-SILC spitz abgefragten Einkommensangaben, Annahmen getroffen werden. Zur Berechnung des Medians und der davon abhängigen Armutsgefährdungsschwelle wird jeder Person ein spitzer Einkommenswert zugeordnet, wobei eine Gleichverteilung des Einkommens innerhalb der Klasse angenommen wird. Weitere Informationen finden Sie im Reiter Methoden.

Armutsgefährdung

Als armutsgefährdet gilt eine Person, wenn ihr Einkommen (Nettoäquivalenzeinkommen) weniger als 60 % des mittleren Einkommens (Medianeinkommen) der Bevölkerung beträgt. Die Armutsgefährdungsschwelle hängt dabei von der Anzahl und dem Alter der Haushaltsmitglieder ab.

Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen auf Basis des Bundesmedian (MZ-SILC)

Es ist zu beachten, dass nur Kennziffern, die nach dem gleichen Verfahren und auf Basis derselben Datenquelle berechnet wurden, vergleichbar sind. Die Kennzahlen auf Basis von MZ-Kern sollten demzufolge nicht mit denen auf Basis von MZ-SILC verglichen werden. Armutsindikatoren auf Basis von MZ-SILC sind aufgrund der detaillierteren Erfassung von Einkommens- und Lebensbedingungen zu bevorzugen, weshalb für Vergleiche mit dem Bundesmedian ausschließlich MZ-SILC verwendet wird.

Für Vergleiche auf regional tieferer Ebene bleiben aufgrund der geringen Fallzahl in MZ-SILC die MZ-Kern-Ergebnisse unabdingbar. Es ist jedoch zu beachten, dass das Einkommen in einigen Bevölkerungsgruppen, beispielsweise bei Alleinerziehenden, im MZ-Kern unterschätzt wird. Infolgedessen ergibt sich für diese Gruppen eine verzerrte Armutsgefährdungsquote, die tendenziell zu hoch ausfällt. Weitere Informationen finden Sie im Reiter Methoden.

Wo finde ich Ergebnisse auf Basis des Bundesmedian?

Weitere Informationen und methodische Hinweise finden Sie im Reiter Methoden.